Feuerwehrabteilung Mundingen stellt häufig die Einsatzbereitschaft für die Stadt sicher.
Von unserer Mitarbeiter Aribert Rüssel
EMMENDINGEN-MUNDINGEN Die schreckliche Katastrophe in Japan zeigt einmal mehr, wie schnell Situationen entstehen können, in denen man jeden Einzelnen braucht, um so effektiv wie möglich helfen zu können. Nicht immer bestimmen spektakuläre Notfallsituationen den Alltag der Einsatzkräfte, aber darauf vorbereitet zu sein, ist Voraussetzung einer effektiven und schnellen Hilfe.
Emmendingen verfügt nicht nur über eine moderne Ausrüstung, sondern auch über den entsprechenden professionellen Leistungsstand. Das bestätigte sich bei der Hauptversammlung der Abteilung Mundingen. Auch hier waren die zahlreichen Proben und Übungen Hauptbestandteil des Feuerwehrjahres. Abteilungskommandant Frank Menzer: "Wir haben alle dasselbe Ziel, miteinander zu üben, um auf jeden erdenklichen Einsatz vorbereitet zu sein." Dann gelte es, die persönlichen Interessen zurückzustellen. Sei es mitten in der Nacht, während der Arbeit, eines Geburtstags oder wie in den vergangenen zwei Jahren am Silvesterabend, so Menzer.
Stadtbrandmeister Karlo Rieth schätzt die Arbeit der Abteilung. Nicht nur als Unterstützung, sondern auch als vor Ort eigenständig fungierende Wehr habe sie sich als zuverlässiger Partner bewährt. So stellte sie, als die komplette Emmendinger Wehr bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Autobahn war, die Einsatzbereitschaft für Stadt und Ortsteile sicher und unterstützte beim Brand der Firma Südwestrohstoffe in Emmendingen die Gesamtwehr. Insgesamt war ihr Einsatz 2010 siebenmal erforderlich, wobei die Säuberung des Bahnsteigs und der Gleise nach einem Suizid den Einsatzkräften viel abverlangte.
20 Proben und drei Sonderproben sowie die alljährliche Atemschutzcontainerübung, ein Unterrichtsabend zur Auffrischung der Ersten-Hilfe-Kenntnisse standen auf dem Programm. Eine Herausforderung für die Atemschutzträger war eine Übung bei einem Anwesen im Vogtstal. Dort mussten sie Pferde aus dem Stall retten. Zur Zeit hat die Mundinger Wehr 32 Aktive, zwei Ausbilder für die Grundausbildung, einen für Maschinisten und drei für die Jugend. Nicht nur Abteilungskommandant Menzer bedankte sich bei seinen Kameraden für die zuverlässige Einsatzbereitschaft, auch Ortsvorsteher Willi Monke übermittelte im Namen der Ortschaft den Dank der Bürger.
Beförderungen: Jannek Frei zum Feuerwehrmann und Tobias Neubold zum Oberfeuerwehrmann. Für 25 Jahre aktiven Feuerwehrdienst wurde Herbert Bühler geehrt. Silbernes Leistungsabzeichen Thiemo Schäfer, bronzenes Leistungsabzeichen Christoph Steinle.