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Onlineausgabe der Badische Zeitung vom Mittowch, 19. August 2009
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500 Helfer mit 80 Fahrzeugen haben an einer nicht angekündigten Katastrophenschutzübung im Landkreis Emmendingen teilgenommen. Schwerpunkt war Kenzingen. Auch in Riegel und Herbolzheim wurde der Ernstfall geprobt.
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Von unserem Mitarbeiter Peter Disch
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Im Landkreis Emmendingen gab es eine groß angelegte Übung von Feuerwehr, DRK, THW und Bergwacht (Symbolbild).|
Foto: Thaut Images
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Dabei erlebte der Landkreis eine Premiere: Erstmals sei eine solche Übung in den Sommerferien veranstaltet worden, sagte Ulrich Spitzmüller, Pressesprecher des Landratsamts. An der zweistündigen Probe aufs Exempel beteiligten sich nach seinen Angaben Freiwillige Feuerwehren aus 14 der 24 Gemeinden des Landkreises, dazu das Deutsche Rote Kreuz, das Technische Hilfswerk, die Bergwacht und die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft.
Fünf Einsätze zur selben Zeit
Folgende Szenarien wurde angenommen: Parallel gibt es einen Gefahrgut-, einen schweren Verkehrs-, einen Arbeits- und einen Badeunfall. Dazu kommt zu allem Überfluss ein Vollbrand.
Schwerpunkt der Übung war Kenzingen. Dort wurde ein Zusammenstoß eines Tanklastzuges mit einem Laster gegen 17 Uhr in der Tullastraße simuliert, bei dem ein zunächst unbekannter Stoff austrat, der als Wolke in Richtung Kenzingen zog. Im Ort probten die ABC-Züge der Feuerwehren Kenzingen, Teningen, Emmendingen und Waldkirch den Ernstfall. Zudem wurden die Wehren aus Elzach und Denzlingen von der Leitstelle der Übung zur Hilfe gerufen.
Gleichzeitig wurde ein Unfall mit einem Bus und einem Auto auf der L105 zwischen Forchheim und Kenzingen angenommen, der 20 schwer und 20 leicht Verletzte forderte. Diese mussten in die alte Turnhalle in Kenzingen gebracht werden, um die Versorgung einer solchen Zahl von Opfern zu üben.
Übungsobjekt Kranausleger
Dazu kamen drei weitere Übungen: Die Einsatzkräfte hatten sich um einen möglichen Badeunfall im Kenzinger Nachtallmendsee, einen Vollbrand im Industriegebiet Herbolzheim und einen Verletzten zu kümmern, der in Riegel vom Ausleger eines Krans geborgen werden musste. Im See wurden zwei Puppen versenkt, die von Tauchern geborgen wurde. Auch beim Kran wurde mit einer Puppe geübt, um den Einsatz so realistisch wie möglich zu machen.
Tatsächlicher Brand in Heimbach
Wie das Leben so spielt, musste die Feuerwehr während der Übung zu einem realen Brand in einer stillgelegten Schreinerei in Heimbach ausrücken. Die Flammen waren jedoch schnell gelöscht. Außerdem waren alle Rettungswagen des Roten Kreuzes bei tatsächlichen Einsätzen unterwegs.
Autor: Peter Disch
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